Ahhhh, sie leben noch. Seit dem letzten Release 'Reality check' 2003 ist schon beachtliche Zeit ins Land gegangen. 2009 meldet sich Dänemark's Nackenbrecher mal wieder mit, wie kanns schon anders sein, verändertem Lineup zurück. Dies soll auch nicht als Nachteil gewertet werden, das der Drumstuhl und die Klampfe neu besetzt sind.In der Vergangenheit konnte oft bestätigt werden, das Konkhra nie wirklich in die obere Liga aufgestiegen sind, bedingt durch die fehlende Promotion. Ob 'Nothing is scared' des Sprung schafft, steht in den Sternen. Released wurde das Album auf dem eigenen Label ChopShop-Records von Anders Lundemark, welches er 1999 eigentlich nur als Platzhalter für Konkhra gründete.

Soundtechnisch und spielerisch steht dem Album nichts nach, das ist definitiv so. Hauptohrenmerk liegt aber trotzdem zu 90% bei der Instrumentenfraktion. Denn die agressiven Konkhra-Shouts wie auf dem 'Spit or swallow' Album sind passe'. Hier fehlt mir die Abwechslung, Lundemark's Vocals bedienen sich mehr dem rotzigen Rock'n'Roll und dem Hardcore-Stil, ab und zu sind vereinzelt tiefe Growls zu vernehmen, aber die sind eher die Ausnahme. Die musikalische Ausrichtung des Death/Trash Mixes klingt modern und gut gemixt durch Tue Madsen. Positiv zu werten sind die Gitarrenläufe, bestimmt durch klar definierte Breaks und gute kurze, teils melodiöse Soli. Die Setlist hämmert sich durch, aus der Reihe fällt das Intro mit Ansagen von Ex-Präsident Bush, das braucht kein Mensch und der Song 'The Promis Of Antagonism'. Hier wurde ein Frauengesang implemetiert, der auch von irgendeinem DanceMusicPrjojekt hätte stammen können. Den Agressionsfaktor hat Konkhra mit Sicherheit nicht verloren, aber mir fehlt hier das I-Tüpfelchen, um zu sagen, wow. Für die Freunde, die gerne zu den heutigen Slayer oder Hatesphere greifen, sollten diese Platte ruhigen Gewissens kaufen.

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