Das Schweden einige Exportschlager in Sachen DeatMetal aufzuweisen habe, ist hinreichend bekannt. Und das es etliche Kapellen gibt, die leider durch das schwarze Loch des Promotionengagements gefallen sind ebenso.Hierzu zählen definitv Seance. Schwedentod der klassischen Variante oder des Göteborg-Sounds sind hier allerdings nicht zu erwarten, war auch schon seit den 90er nicht das Ding der Herren. Vielmehr ähnelte der Sound, dem der Combos in den Staaten. Den eingefleischten Fans, die gerne auch mal über den Tellerand schauen, sind die Werke 'Saltrubbed eyes' und 'Fornever laid to rest' als Meilensteine bekannt. 'Awakening of the gods' haut genau in diese Kerbe, obwohl nun einige Jahre ins Land gezogen sind, genau genommen, 15 Jahre. Somit ist dies nun der 3. Longplayer, erschienen über Pulverised Records.

Rein das Ding, in den Player und genau das was ich erwartet habe. Die Produktion geht voll in Ordung, keine aalglatte Komprimierung, die alles gleich klingen lässt, sondern das Gefühl mehr Dynamik aufnehmen zu können. Sehr schön.

Der Opener 'Wasted' öffnet definitv sofort den Gehörgang, der Death der 90er Jahre es heimgekehrt, die Songs könnten ebenso aus dieser Epoche stammen. Warum immer nur Weiterentwicklung ? Wenn das Ergebnis wie hier passt, sollte man am Altbewährten nicht unbedingt was ändern.Die Songs prügeln gekonnt, es wird auf Abwechslung Wert gelegt, Blastbeats, Double-Attacken, Riffing mit kurzen Soli, ab und zu mal ein Phaser, oder Tremolo-Vergewaltigung auf den Gitarren und natürlich geniale Growl-Vocals, die passen wie die Faust aufs Auge. Kompliment. Stagnation kommt meiner Meinung nicht auf. Kleines Highlight stellt das Akustikstück 'Flight of the wicked' dar, es fällt einerseits aus dem Rahmen, andererseits eine kleine willkommmene Abwechslung. Man zeigt sein spielerisches Können, warum auch nicht.

Fazit: ein durchschnittliches sehr gutes Album, welches den alten Deathmetal fröhnt aber nicht den songwriter-rischen Überflieger darstellt. Wer mehr auf Innovationen und neuen Impulsen sucht, mag diese nicht unbedingt entdecken.Die-Hard-Freaks der letzten Dekade können das Album blind kaufen, so wie ich, die Fans der späteren Stunde sollten das Werk trotzdem aber mal antesten.

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 4.00 (1 Vote)